Twitter Mania
Nachdem ich bei Robert öfters mal was über Twitter gelesen habe (zuletzt Twitteria), musste ich mich mal selbst um das Thema kümmern. Ich habe mir daher selbst einen Account zugelegt.
Was Twitter ist, dürfte den meisten inzwischen bekannt sein: total Nonsense, total erfolgreicher Nonsense! Ein Mittelding aus Blog und Instant Messenger. Community-Funktionen, wie es sich für ein richtiges Web2.0 Unternehmen gehört, Pastell-Farben, halbtransparentes Logo (zum Glück ist Zelfi kein Web2.0 Unternehmen ;-)). Man kann sich seine “Freunde” zusammenklicken und denen und dem rest der Welt mitteilen, was man gerade macht. Und das in nur 140 Zeichen. Die Updates der Freunde bekommt man übers Web, über seinen Instant Messenger und über Handy. Updates verschicken kann man über die gleichen Medien. Soweit, so unspektakulär. Aber Twitter hat es trotzdem geschafft, in sehr kurzer Zeit über 100.000 Nutzer zu generieren. Wenn man sich die Berichterstattung in den Medien anschaut, klingt 100.000 aber gar nicht so viel…
Wie macht Twitter Geld? Im Moment wahrscheinlich überhaupt nicht! Im Gegenteil, das Versenden der Updates per SMS kostet irre viel Geld. Wie wird Twitter irgendwann mal Geld verdienen? Ich würde mal schätzen, dass irgendwann Werbung auf der Seite erscheinen wird. Bezahl-Modelle kann ich mir nicht vorstellen, dafür ist die Funktionalität zu profan und auch einfach zu unwichtig bzw. durch andere Medien ersetzbar. Geht wahrscheinlich von der Zielgruppe her in die selbe Richtung wie mySpace, jedoch ohne die Musik-Komponente, die mySpace mit groß gemacht hat.
Das Verschicken von Updates via SMS hat für deutsche Nutzer im Moment noch einen Haken: die Rufnummer, an welche man die Updates schicken muss, ist eine Nummer in Großbritannien, und als solche bei vielen deutschen Mobilfunkbetreibern teurer als die Standard-SMS. Dafür gibt’s zwei Lösungen: a) Zelfi-SMS und b) einen speziellen Client von Cellity.
Am 14. Mai 2007 um 14:17 Uhr
Hi,
There is another way of updating lunatic Twitter. I do it with Talkonaut, tiny java mobile client that I set up for Gtalk IM, and you can via IM update Twitter when you put in your Gtalk contacts…easy as 1,2,3.
Is it total nonsense ? Yes, it is :))
But nice chronology…
Am 23. Mai 2007 um 23:38 Uhr
Ich weiß nicht, ich finde twitter nicht so der Hammer. Man geht da doch viel zu offen mit seinen persönlichen Daten/seinem Leben um. Die Gefahr des Datenmissbrauchs ist doch ziemlich groß würde ich meinen.
Am 14. Juni 2007 um 23:37 Uhr
Ich halte es auch für absoluten Nonsense. Aber wie es oft so ist, funktioniert es dann irgendwann doch…
Vorstellen es zu benutzen kann ich mir nicht.
Am 25. Juni 2007 um 12:34 Uhr
Also ich kann ehrlich gesagt mit Twitter nix anfangen und meine, das dies nur eine Art “Modeerscheinung ist. Nach einiger Zeit wird sich die “Twittermania” wieder legen und im Sande verlaufen.
Am 15. Juli 2007 um 11:25 Uhr
Naja, ich denke schon, dass man damit einmal Geld verdienen kann. Denkt man einfach daran, ein Feature einzuführen, mit dem man Gruppen anlegen kann und seinen Updates dann gezielter Absetzen kann. Weil was juckt es die Web2.0 Freunde, wenn man jetzt mal schnell den Arbeitskollegen twittern möchte.
Ich denke der ein oder andere Junkie wird da schon bereit sein etwas zu zahlen.
Am 23. Juli 2007 um 19:40 Uhr
Mich hat das auch nicht um, aber man sollte das nicht zu schnell zu den Akten legen. Wer weiss, es gibt die merkwürdigsten Dinge ;)
Am 24. August 2007 um 13:51 Uhr
Ist auch echt der Hammer, was bei Twitter abgeht. Der Dienst nutzt prinzipiell echt nur ganz selten etwas (wenn man z.B. in letzter Minute noch bei einem Event allen Teilnehmern unkompliziert etwas mitteilen möchte), aber hat tausende User…hat halt mal wieder einen Nerv getroffen…
Am 24. August 2007 um 20:27 Uhr
Nonsense … das einzig richtige Wort. Ich würde mich daran nie beteiligen, aber scheinbar möchten so etwas die Leute. Wir sind sowieso alle Betriebsblind und sehen die Dinge ganz anders als Max Mustermann. Doch, ganz ehrlich, ich kenne niemanden persönlich, der bei Twitter ist. Insofern vielleicht mehr ein Hype unter Extrem-Internet-Usern als für Otto-Normal-Surfer.
Am 6. September 2007 um 00:20 Uhr
Ich versteh es nicht. Auf der einen Seite gibt es viel Kritik gegen Datenüberwachung am PC, Überprüfen von E-Mails… und auf der anderen Seite breiten immer mehr Menschen ihr Leben im Internet aus. Klar, bei letzterem kann man selbst entscheiden welche Daten man preisgibt, aber trotzdem irgendwie wiedersprüchlich.
Am 17. September 2007 um 11:03 Uhr
Naja, es ist schon besser, wenn man als User entscheiden kann, welche Daten man freigibt und welche geheim bleiben sollen. Anscheinend ist es doch nicht nur so eine Modeerscheinung, denn man findet Twitter sogar bei Wikipedia. Ich werd es sicherlich nicht nutzen, aber muss ich ja auch nicht.
Am 25. September 2007 um 14:18 Uhr
Eine Möglichkeit für Twitter, Geld zu verdienen, wären Premium-SMS. Gerade bei Twitter-Nutzern könnte ich mir vorstellen, dass die nicht drauf schauen, was so eine SMS kostet …
Am 3. Oktober 2007 um 11:53 Uhr
Sollte das mal wieder so sein, wir z.zT des Internethypes, wo der Wert von Unternehmen nach der Zahl der Nutzer berechnet wurde, völlig unabhängig vom Gewinn des jeweiligen Unternehmens?. Wenn das mal wieder so kommt wird es funktionieren, aber ich glaube einmal so ein Irrtum sollte eigentlich reichen
Am 24. November 2007 um 14:37 Uhr
Wobei Premium SMS - je nach Geschäftsmodell - an der Grenze zum Betrug oder schon weiter sind. Ich wollte ein solches Modell jedenfalls nicht betreiben, auch wenn´s Geld bringt. Das Geld, das ich verdiene, wird anderen aber aus der Tasche gezogen. Dafür sollen sie wenigstens eine vernünftige Gegenleistung bekommen.
Am 25. November 2007 um 19:28 Uhr
Nun ja, ich denke das es auch bei Twitter nur darum geht eine möglichst grosse Community aufzubauen um sie dann teuer zu verkaufen. Es lässt sich sicher auch mit SMS Werbung (nur 140 Zeichen…) Geld hereinbringen, die Frage ist nur ob das wenigstens kostendeckend ist. Aus Besucherzahlen lässt sich so gut wie immer Umsatz generieren, aber der Aufwand ist bei Twitter auch enorm hoch. Es ist tatsächlich auch in meinen Augen einfach nur Nonsense…
Am 25. März 2008 um 22:39 Uhr
Auch wenn ich mich jetzt wahrscheinlich oute: Ich finde Twitter irgendwie sinnlos. Bei Barcamp in Jena hat sich das am deutlichsten gezeigt … sinnlose kommunikation (Sorry, wenn ich mit der Kritik einigen auf den schlips trete ;-)
Am 6. April 2008 um 20:41 Uhr
Kenne Barcamp nicht einmal. Aber denke auch, dass die Twitter eher mit Werbung auf ihren Seiten Geld machen.
Am 3. Juni 2008 um 23:57 Uhr
Ich habe heute erst das erste Mal davon gehört. Meine Meinung ist, dass sich dieses Twitter ziemlich bald im Sand verlaufen wird. Aber mal sehen - es ist wie gesagt eben nur meine Meinung.
Am 25. Juni 2008 um 20:47 Uhr
Da denke ich ziemlich ins Gegenteil. Es ist nach wie vor ein großes Thema im Net. Und wird nicht so bald verschwinden.